Ska-Ikone Prince Buster tot

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Ska-Ikone Prince Buster TotDie Skagemeinde trauert um einen ihrer einflussreichsten Künstler: Der 78-jährige Musiker starb am 08. September 2016 im Krankenhaus an Herzversagen. Bereits seit 2009 war er gesundheitlich stark angeschlagen, erlitt mehrere Schlaganfälle und konnte seit dem letzten nicht mehr laufen.

Ein Leben für den Ska

Prince Busters Karriere nahm in den Sechzigerjahren so richtig an Fahrt auf und er war der erste jamaikanische Musiker, der 1965 in Großbritannien einen Top-20-Hit landen konnte. Zwar machte der Sohn eines Eisenbahnarbeiters auch davor schon lange Musik, allerdings eher nebenberuflich und verdingte sich bis zu seinem Erfolg Boxer und Security-Mann.

Man sagt Prince Buster nach, den Begriff des Ska geprägt zu haben, als der Gitarrist bei einer Jamsession den unbetonten Schlag betont hatte. Buster soll den Gitarristen demnach aufgefordert haben, „diesen Ska“ nochmals zu spielen. Damit war nicht nur der Name eines Musikstils geboren, sondern auch ein ganzes Genre, aus dem später populäre Musikstile wie Rocksteady und Reggae hervorgingen.


Auch hier hatte Prince Buster seine Finger im Spiel. Er machte Ska- und später Rocksteady-Produktionen nicht nur auf Jamaika populär und einflussreich, sondern auch in Großbritannien, wo sich in den 70er-Jahren eine große Subkultur in den jamaikanisch geprägten Arbeitervierteln entwickelte, die sich bald auch auf die englische Unterschicht erstreckte.

Legenden brauchen kein Comeback

An den kommerziellen Erfolg aus den 60ern konnte Prince Buster zwar nicht mehr anknüpfen, doch er machte sich in der Szene als Produzent weiterhin einen Namen. Erst in den Achtziger- und Neunzigerjahren tourte die Legende nochmals durch Japan. 1998 schaffte er den Sprung in die UK-Charts noch ein weiteres Mal.

Sein neu aufgenommener Klassiker Whine and Grind kam 31 Jahre nach seinem ersten Charterfolg in die Top 30 der britischen Musikcharts und wurde später in einem Werbespot von Levi’s verwendet. Im gleichen Jahr war er Headliner beim damals ersten Skafestival Reduit SKA in Mainz-Kastel. Für seinen musikalischen Einfluss wurde er mehrfach von der jamaikanischen Regierung ausgezeichnet.

Cecil Bustamante Campbell, wie Prince Buster mit bürgerlichem Namen heißt, hinterlässt neben einem großen, musikalischen Erbe auch Frau und Kinder.

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