Maroon 5 – Animals

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Maroon 5 - Animals

Furchtbar, gefährlich und ekelhaft – diese Beschreibungen waren Teil der riesigen Welle, die das Musikvideo für den Song „Animals“ von Maroon 5 geschlagen hat. Frauenverbände in der ganzen Welt waren empört, PETA freute sich und Fans verstehen die Kritik einfach nicht. Eines scheint das neue Video der Kalifornier wirklich zu sein: Kontrovers.

Maroon 5’s Animals – Provokation oder Kunst?

Maroon 5 - AnimalsDass Leadsänger Adam Levine eine Vorliebe dafür hat, seine aktuellen Freundinnen in Musikvideos für seine Band unterzubringen, weiß man mittlerweile. In „Misery“ verprügelte ihn Victorias Secret Model Anne Vyalitsyna, auch in „Never gonna leave this bed“ spielte sie die weibliche Hauptrolle. Für seine Neu-Ehefrau, Behati Prinsloo, ebenfalls bei Victorias Secret unter Vertrag, war die Rolle in „Animals“ also nur eine Formalie. Im Video selbst treffen sich die beiden das erste Mal in einem Metzgerladen. So weit, so unglaubwürdig. Alle wissen, dass Models sich nur von Brokkoli und braunem Reis ernähren, und ob ein Schönling wie Adam Levine hinter einer schmuddeligen Theke Fleisch verkauft, ist genauso fragwürdig. Aber zurück zum Ernst der Sache: Nach ihrem ersten Treffen stalkt Adam das Model bis in ihre Wohnung, nimmt heimlich Bilder von ihr auf, legt sich sogar neben ihr ins Bett, während sie schläft. Zwischenblenden zeigen Levine in einem Schlachthaus, umgeben von Schweinehälften, die er als Boxsack nutzt. Auch eine Nacktszene des Glamourpaares darf nicht fehlen, beide werden in ihrer innigen Umarmung mit literweise Blut begossen. Genug Material für weltweite Empörung.

Maroon 5 – Animals from Samy Leto on Vimeo.

Die Kritik

Frauenverbände kritisierten schon kurz nach Erscheinen des Videos, die gewaltverherrlichenden Inhalte.
RAINN, ein Verband der gegen Vergewaltigung und Misshandlung von Frauen kämpft, bezeichnet die Darstellung des Stalkings als gefährlich. Straftaten wie diese sollten nicht trivialisiert werden und hätten keinen Platz in der Entertainment Industrie. Das amerikanische National Sexual Violence Resource Center, kritisieren Levine dafür, seine Frau wie ein Stück Fleisch zu behandeln. Unerwartete Schützenhilfe kam von der Tierrechtsorganisation PETA. Ihnen geht das Video sogar nicht weit genug – viel öfter hätte man den „blutigen Terror“ zeigen müssen, der in der Fleischindustrie herrscht. Jeder, der Fleisch isst, hätte nicht das Recht, sich über etwas Blut in einem Musikvideo aufzuregen. Außerdem sei die Darstellung von Adam Levines Charakter als gestörter Schlachter sehr überzeugend gewesen.

Im Auge des Betrachters

Die Meinungen über das Video gehen weit auseinander, das haben Kontroversen und Provokation ja so an sich. Sicher ist, dass Maroon 5 ein gutes Stück Publicity umsonst bekommen haben, das gleiche gilt für PETA und alle Verbände, die sich dem Kampf gegen die Ausbeutung von Frauen verschrieben haben. Ob das Ganze also Kunst, Unterhaltung oder ein Fehltritt in Sachen Frauenrechte ist, liegt ganz im Auge des Betrachters. Ein Ohrwurm ist der Song allemal.

Maroon 5 - Animals
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